Die suggestive Faszination seiner Bilder resultiert aus dem Zusammenprall von detailversessener Ausführung, von nur scheinbar photorealistischem Strich mit dem Arrangement von Abgründigem, das sich hinter Körperhaltungen und häufiger noch hinter der Mimik des Gesichts verbirgt.
Wer Helnweins zuweilen surrealistische Kompositionen für sadistisch hält, sitzt dem ewigen und eigentlich längst langweilenden Irrtum auf, dass der Künstler sich mit dem Dargestellten identifiziere, der verwechselt Denunziation von Grausamkeit mit dieser Grausamkeit selbst.
